FTW, eine Frau! Endlich weibliche Repräsentation in Anno.

Vor etwas über einem Jahr musste ich mich in “WTF, eine Frau?” über Anno 2070 aufregen, weil sämtliche Bürgerklassen durch Männer repräsentiert waren.

Nun hab ich Anno 2205 durchgespielt – TL;DR: Super Spiel, leider zu kurz, seltsam aufgesetzte Kampfmissionen – und siehe da, es geht doch! Sogar mit unterschiedlichen Ethnien.

Hier die BürgerInnen aus der gemäßigten Zone:

Anno 2205 Avatare in der gemäßigten Zone

In der Arktis:

Anno 2205 Avatare in der Arktis

Und hier noch die Mondmänner, die einzige Zone die auch anno 2205 noch ein Boys Club bleibt – worüber ich aber großzügig hinwegsehen kann. 😉

Anno 2205 Avatare am Mond

Natürlich glaube ich nicht, dass es an meinem Post über Anno 2070 liegt, dass es jetzt weibliche Repräsentantinnen gibt … aber es bestätigt mich trotzdem darin, dass man Missstände aufzeigen soll. 🙂

Ihhhhhhh, eine radioaktive Mauuuuuus — Geschlechterstereotype in Fallout Shelter

Es muss wohl erst ein atomarer Krieg ausbrechen, dass ich wieder blogge! 😉

Ich bin seit Teil 1 großer Fan der Fallout-Reihe und hab sie eigentlich als sehr ausgeglichen in Erinnerung, was Geschlechterrollen betrifft. Momentan spiele ich am Handy Fallout Shelter, ein grundsätzlich nettes kleines Game, in dem man den Fallout-typischen Bunker ausbauen managen, und verteidigen muss.

Screenshot aus Fallout Shelter

Das Spiel ist ein Appetithäppchen für das angekündigte Fallout 4. Und es ist zwar ein kleiner Zeitfresser (die Vault Dwellers sind sehr needy!) aber es ist ohne Micro Payments gut spielbar. Es macht erstmal süchtig, aber wahrscheinlich wirds auch bald fad.

Und vor allem macht es mich auch sauer.

(Schwangere) Frauen sind feige

In regelmäßigen Abständen gibt’s Zoff im Vault. Egal ob Feuer oder Rad Roaches, die bewaffneten, mehr oder weniger gut gepanzerten und hoffentlich mit Rad-Aways und Stimpaks (“Heiltränke”) ausgerüsteten Dwellers müssen ran.

Verteidigung des Vaults in Fallout Shelter

Da müssen alle ran, wenn nötig auch mit bloßen Fäusten. Alle? Moment, da war doch was. Kinder und schwangere Frauen laufen nämlich kreischend davon – im Bild oben sieht man (hinter dem männlichen Dweller) eine Köchin mit Küchenmesser und Fleischstück panisch abhauen.

Es ist völlig egal, wie gut Frauen ausgerüstet sind – sie hauen in die Wohnquartiere ab und kehren erst zurück, wenn die Luft wieder rein ist.

Nun, ich weiß nicht was ich als Schwangere in einem Atombunker tun würde, wenn mutierte Küchenschaben aus dem Boden krabbeln … aber wenn ich bis an die Zähne bewaffnet bin und kürzlich drei Tage “draußen” im Wasteland auf Erkundungstour war, könnte ich doch vielleicht mal einfach auf das Tierchen drauftreten? Knacks, Problem solved. Es gibt sogar eine Quest im Spiel, wo man die unbewaffnet töten muss – es ist wirklich kein Himmelfahrtskommando! Bei angreifenden Deathclaws lass ich mir die Flucht noch einreden – aber das ist dann auch unabhängig von Geschlecht oder Schwangerschaft. 😉

Das systematische Problem an der Sache ist nämlich folgendes: Man gibt den weiblichen Dwellers keine guten Waffen in die Hand – es bringt ja nichts. Und wenn man nicht dauernd wechseln will (das Micromanagement ist schon okay gelöst, aber es ginge ordentlich Zeit drauf) benachteiligt man aus Prinzip die Frauen. Und man läuft Gefahr, Dinge zu denken wie “Du feige Kuh, wieso läufst Du weg? Du hast ein Lasergewehr; ihr seid zu sechst und da sind ein paar Kakerlaken.”

Außerdem können die Schwangeren zwar ganz normal arbeiten, aber man kann sie nicht ins Wasteland auf Erkundung schicken – was wiederum dazu führt, dass man gezwungenermaßen eher die männlichen Dwellers rausschickt.

Traurige Schlussfolgerung: Frauen sind in Fallout Shelter in erster Linie für Sex und Kinderkriegen gut.

Nestbauen in Zeiten des Atomkriegs

Zusätzliches Ärgernis bei schwangeren Dwellers: Kaum sind sie schwanger, fangen sie an, die Schlafräume zu dekorieren. Und da wird mit Klischees nicht gespart!

Nestbau-Klischees bei Schwangeren in Fallout Shelter

À propos Dialoge im trauten Heim: Die Frauen wollen auch Strick-Clubs gründen und machen sich Sorgen, ob jemand mitmachen würde. Das “They’d be crazy not to.” als Antwort liest sich für mich als gelangweiltes “Ja sicher, Schatz.”

Die sofort hochschwangeren Frauen haben recht typische Probleme: Fußschmerzen. Die werdenden Väter haben auch darauf eine Antwort:

Macho-Attitüde in Fallout Shelter

Und hier habe ich den ersten Teil des Dialogs verpasst, aber ich wills eigentlich eh nicht wissen:

Rollenklischees in Fallout Shelter: Vergiss das Bier nicht, Schatz!

Kann man nicht wenigstens EIN dummes Klischee auslassen?

Wie romantisch!

Übrigens, gleich nach dem Dialog übers Bilder aufhängen von vorhin ist folgendes passiert:

Polyamorie im Atombunker? Werdender Vater flirtet, während die werdende Mutter daneben steht mit einer anderen.

Der gute baldige Vater flirtet auf Teufel komm raus, während die Frau, die er geschwängert hat, neben ihm steht. Diejenige, der er vor 30 Spielsekunden genauso angebraten hat und die gerade eben mit ihm die Farbe der Badezimmerfliesen besprochen hat. (Nächstes Klischee: Der Typ ist jetzt in der Ehe gelangweilt und sucht schon die erste Affäre?)

Ich weiß schon, die Gesellschaft in Fallout ist auf dem Niveau von 1950 stehengeblieben und Monogamie kann man sich wohl auch nicht leisten, wenn man überleben will … aber warum dann überhaupt die überschwänglichen Liebesbekundungen? Würde nicht ein “Hey, ich hab die Anweisungen vom Overseer geleseen, dass wir Nachkommen zeugen sollen. *zwinker zwinker* Find dich aber eh heiß in Deiner Uniform.” reichen?

Wirst Du wohl Cäsar geben, was Cäsars ist … *

… und zwar seine Outfits.

Zum Beispiel die “Naughty Nightwear”, bei Männern ein hochgeschlossener Pyjama, bei Frauen ein knappes Nachthemd und ein Strumpfband – aber hey, das Problem kennen wir ja schon, dass es laut Game Designern keine nette Herrenwäsche gibt. Seufz.

Und noch viel nerviger: Viele der besseren Rüstungen/Uniformen in Fallout Shelter sind geschlechtsspezifisch. Und zwar — Überraschung — nur für Männer zu tragen.

Seltene Outfits: 2 sind neutral, 5 für Frauen, 13 für Männer

Legendäre Outfits: 1 für Frauen, 10 für Männer

Eines davon ist ein Kleriker-Gewand, das ziemlich nach Bischof aussieht. Ob die Gesellschaft nach hunderten Jahren im Bunker überhaupt noch weiß, was ein Bischof ist und dass das immer Männer waren?

Den Zölibat haben sie jedenfalls schon vergessen. 😀

Fallout Shelter: Zölibat? Kenn ich nicht.

Fazit:

Einige der Klischees, die hier abgefrühstückt werden, kann man durchaus mit der Gesellschaft im Fallout-Universum weg-erklären. Aber mit ein bisschen Hirnschmalz und Fantasie seitens der Entwickler (EntwicklerInnen???) hätten einige Ärgernisse verhindert werden können.

*) Natürlich eine Referenz zu Fallout: New Vegas. Aber ich musste erst an Asterix denken, wo das Zitat auch fällt. 😉 

WTF, eine Frau!?

Ich habe das Bloggen etwas (ok, sehr) vernachlässigt. Aber gespielt hab ich seit dem letzten Post doch: z.B. Divinity: Original Sin, Dragon Age: Inquisition, Anno 2070 und Tropico 5.

Alles großartige Spiele, aus verschiedenen Gründen. Aber ich will natürlich die Darstellung der Gender etwas näher beleuchten und dabei geht es überhaupt nicht um Äußerlichkeiten. Sexismus in Spielen ist wirklich so viel mehr als unrealistisch schmale Taillen und DD-Körbchen.

In Tropico 5 herrscht (wie in der Reihe schon lange üblich) 100%ige Gleichberechtigung. JedeR BürgerIn kann jeden Job machen, von LastenträgerIn/fahrerIn bis Presidente.

Dragon Age gäbe – allein vom Umfang des Spiels her – einen eigenen Blogpost her. Aber in aller Kürze: Bunt durchgemischte Charaktere, menschlich (elfisch, zwergisch, qunarisch) bis auf die Knochen.

Anno 2070 hat für ein Aufbauspiel recht viel Story mit wiederkehrenden Charakteren. Das Geschlecht des eigenen Charakters ist frei wählbar, eine der Kontaktpersonen (Questgeber) der drei größten Fraktionen ist weiblich – natürlich die Ökotante. #hmpf

Wenn man seine Siedlung aufbaut, wuseln je nach Fraktion niedliche BürgerInnen herum – aber die gezeigten Repräsentanten der berufstätigen Schichten sind immer Männer (und noch dazu fast alle weiß). Einen Auszug seht Ihr hier:

ecos techs tycoons

Manche dieser Herren machen sogar Witzchen drüber, dass ihre Frauen jetzt doch auch einen Job gefunden hätten. Es wird auch das Klischee gedroschen, dass Männer der niedrigeren Schichten auf Wirtshausschlägereien stehen würden. Gähn!

Man könnte natürlich sagen, wir hätten wichtigere Probleme – aber ehrlich, dieses Spiel ist in dem Punkt auch einfach ein Spiegel der Realität: Trotz aller erfolgreichen, kompetenten, gscheiten Frauen im realen Leben werden noch immer meist die Männer gezeigt, angesprochen, gefragt, gewählt (oder zu Wahlen aufgestellt). Und ja, das hat mit der fehlenden Präsenz zu tun, mit der noch immer mangelnden Normalität von Frauen in technischen oder kaufmännischen Karrieren. Hierzu zwei Anekdoten:

Ich betreue einen Technologie-Konzern in Sachen Facebook-Auftritt. Letztens kam eine Direct Message daher, die mit “Hello Sir” begann. Ich bin es ja gewöhnt, dass mich Leute “in diesem Internet” für einen Mann halten, weil sie “Almud” nicht kennen, aber das hat mich wirklich geärgert. Eh klar, in einem Technologie-Konzern kann ja keine Frau für irgendwas zuständig sein. (Und das, wo grade Kommunikation und Marketing so ein klassisch weiblicher Bereich sind.) Ich habe mir – weil Kunde und nicht persönlich – jeglichen Kommentar hierzu verkniffen und gewohnt freundlich geantwortet. (Der Mitarbeiter, den ich für die weitere Bearbeitung kontaktiert hab, hat mich übrigens auch als Herr Auner angemailt.)

Zweitens: Ein Mann (sorry, ich vergaß wer) hat kürzlich auf Facebook folgendes erzählt: In einem IT-Seminar mussten die ausschließlich männlichen Teilnehmer als Aufgabe einen Admin für irgendwas anlegen – eine Heidi. Zum allerersten Mal wurde in diesem Seminar eine fiktive Person diskutiert, weil: Eine Frau als Admin, das ist absurd!

Edit: Danke an Florian Prischl für den Link zu dem Thread: https://t.co/exmVar998b 

Und ja, es gibt wohl auch genug Männer, die sich aufregen würden, wenn alle Avatare in Anno 2070 Frauen wären. Aber es gäbe auch welche, die das super finden würden – wobei, ich persönlich wäre ja eh für 40/60 in diese oder jene Richtung. 50/50 klingt immer so nach abgezählt und krampfhaft.

Ich möchte Euch – Frauen, aber insbesondere auch die Männer – die mehr Repräsentation von berufstätigen und erfolgreichen Frauen super fänden, aufrufen, in Eurem Bereich und Umfeld mitzuhelfen, Euren Kolleginnen den Platz zukommen lassen, den sie sich verdient haben. Und zwar ganz bewusst und absichtlich. Wenn ihr ein Spiel designt 😉 oder jemand für eine Fachkonferenz oder ein Interview vorschlagt … aber auch “im Kleinen”, wenn ihr ein IT-Seminar haltet, wenn ihr ein Werbesujet für ein technisches Produkt erstellt, wenn ihr einen Avatar für ein Mockup einer IT-Lösung oder App erstellt … denkt an Heidi. Und schaut, was passiert. (Heidi hat übrigens kein DD-Körbchen, das würde das Experiment verzerren.)

Ich will nicht allzu pathetisch werden, aber mir fiel grad ein Gandhi-Zitat ein:

First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then you win.

Ich glaube nicht, dass diese Normalisierung von Frauen als Expertinnen in drei konkreten Phasen geschieht, eher alles gleichzeitig: Ich habe das Ignorieren erlebt, das Verspotten und das Bekämpfen. Ich hoffe, ich erlebe auch noch den Erfolg. Bald, nicht erst 2070.

Big, Bad… Boobs!

Yes, this is a shameless attempt to catch your attention! Did it work?

[Spoiler warning for the entire Mass Effect and Dragon Age series]

[Trigger warning for mentions of rape and mutilation.]

Recently, I’ve seen more and more people discuss oversexualization of female characters in games in articles, on Twitter, and real life. And it’s not just us girl gamers who are annoyed, but also the guys who are tired of being treated like teenage boys. And, as Brenna Hillier (whose Twitter is @draqul and you should insta-follow her) put it so nicely in an article on vg24/7:

“The industry’s reliance on over-sexualised, impossible female design is somewhat insulting to those who’ve grown past the point of getting erections from passing bra stores.”

I also remember that the Liara collectible for ME3 was subjected to breast size reduction surgery before going into production. Unfortunately for Liara, this means that she won’t ever become a leader of Asari society (regardless of any ME3-related galactic travel problems), because Asari leaders are recognizeable by their enormous melon-sized breasts (says deviantartist Epantiras in her funny-as-hell parody cartoon “Mess Perfect”).

In general, this discussion is a step in the right direction, I hope it will gain momentum and find its way into the brains of the game developers! [Yes I’m an optimist. I couldn’t bear blogging about gender & games if I weren’t.] I could go on about this and try to retrieve all the other links on character designs, armors and whatnot. (There are AWESOME blogs about this springing up like mushrooms after the rain.) But right now, I have something more insidious and immensely literal in mind: Big, bad, boobs.

Continue reading Big, Bad… Boobs!

The (Rise and) Rape of Lara Croft

[Trigger Warning: Rape, sexual violence]

[Spoiler Alert for Mass Effect 2; only hinting at spoilers for Tomb Raider]

 Is it too late to chime in on the “Tomb Raider rape controversy”?  I’ll readily admit that I haven’t played a single minute of any game in the series, but as a feminist gamer interested in gender roles, of course I’ve followed Lara’s story from a distance. I’ve watched a good amount of gameplay videos of the reboot (until the cremation of ********, not to spoil anything vital) and read a fair share of articles and blog posts and interviews and whatnot about it. But anyway … it is never too late to talk about rape and rape culture. I agree with many commenters that the “suggested rape attempt scene” has been a publicity stunt. I think that, apart from that scene, Lara has to endure pain and violent acts that IMO are over the top. Also: The constant moaning and groaning, COME ON! You’d NEVER subject a male character to all this! As explained by the game’s executive producer Ron Rosenberg, this all happens for a very specific reason:

“When people play Lara, they don’t really project themselves into the character. They’re more like ‘I want to protect her.’ There’s this sort of dynamic of ‘I’m going to this adventure with her and trying to protect her.'”

(That would also never happen to a male character.) I also agree with Mary Hamilton in her Guardian article that

the use of rape “is a lazy shorthand that allows a writer to paint a bad guy as particularly bad, and a woman as particularly vulnerable (the genders are rarely reversed), without dealing with the consequences or meaning of such an act for any of the parties involved.”

There are just so many aspects of this affair that make me so angry I don’t even care whether it’s actually a good game. Let’s assume games are an art form and we want to discuss all sorts of topics from our daily lives in this medium. So let’s face it: rape, sexual assault and molestation are part of the daily lives of countless women and girls on this planet. And I do think that we have got to try to deal with this topic in video games. If it’s supposed to be a mature medium for grown-ups, we gotta figure out how.

Continue reading The (Rise and) Rape of Lara Croft

Saving Pirate Patty

Over a year ago, I finally finished Risen and started writing this blog post. Soooo much has happened since then, and I’ve neglected this blog. But hey, I’m back. 🙂

While the game has a lot of rare strong suits, like the continuous, interactive world with beautiful day & night cycles and some clever level design choices, it also has a few annoying aspects. I won’t go into details about most of them; let me just say that the quest log was particularly frustrating because I picked up the game again after several months and the log didn’t help at all. But overall, I liked the game a lot. Risen stands in the tradition of the German cult RPG series Gothic and was developed by the same studio, Piranha Bytes, after the rights to the series were temporarily unavailable due to legal problems with the publisher JoWood. It is very similar to the Gothic games, but not frustrating as hell. 😉

The people on the island of Faranga have daily routines and roam their camps and go to the tavern, go to sleep and back to their workplaces in the morning. That part was quite well done – but, it was also very revealing of the society depicted in the game. I am often confronted with the argument of “historical realism” when discussing gender issues in games but I won’t accept that for a fantasy setting. If you make up undead creatures, magic spells and whatnot, there is no claiming realism to justify why women aren’t treated or represented equally in a game. ( The “representation” vs. “treatment” is an important point, because I wouldn’t mind if the treatment of women in the game served the plot and could be protested against or changed, but it usually can’t be.) There are lots of unnamed NPCs in Risen, bearing markers like “Townswoman” or “Farmer”, etc. There seem to be roughly equal numbers of men and women, but none of the women work in the fields, smithies or in any other craft. Neither are there female guards, warriors, mages or bandits. The women also never go to the tavern. Ever. C’mon!?

Of course, there’s a brothel in the island’s only town. (My fingers are itching to write a whole post about courtesans/prostitutes in games.) The brothel is the only place outside their house in which women actually do work; and I really dislike the message that sends. The more important NPCs, like merchants and quest givers, all have names. That’s why it sticks out that there are very few female ones, and their portrayals are rife with clichés. A few examples:

Rachel – the wife of the bandits’ leader, Don Esteban. You will mostly see her work in her fancy open-air kitchen in the bandit camp. She does play a role in your getting to speak to the Don, but overall, she’s the camp’s cook, and that’s that.
Kayleigh – a rather annoying woman who wants a pearl necklace in exchange for a stolen ring that you need to bring back to his owner.
Sonya, Olga, Lilly, Gwen, Anika – prostitutes, some of which you can actually have sex with. You can save Gwen from physical abuse by a guy called Erikson. You can distract a guard called Marek by paying for Anika’s services.
Jasmin – a hunter and merchant, lives in a remote cottage, protected by a tame wolf and her partner Hendrik
Tilda – a mother of three sons who is worried about them and sends you on a quest to see if they are okay
Patty – the only female skill trainer in the entire game. Guess for what skills? Acrobatics, a largely useless skill that you can also get temporarily by wearing a ring. And lockpicking, okay, that’s useful. 😉

But there’s more to Patty. She is the only woman in the entire game that has more than a negligible role. Patty is the daughter of a famous pirate, and owns the tavern in Harbor City. You will be sent on a quest to retrieve some documents for her then enable her to leave the town through the secret tunnel. In a later chapter you will help her find her father’s treasure and spring her from the cell where the infamous Pirate Romanov locks her up. Here’s what she looks like – yes, it’s your typical cropped, cleavage-exposing nothing with hot pants and overknees. SIgh.

Pirate Patty, wearing hotpants and a kind of vest that bares her belly and much of her cleavage
Pirate Patty

For the longest time, the quests involving her didn’t portray her as a woman who could hold her own in a fight, but at least she had a background and some really good lines. Here’s a short video captured from the later part of the game, where you rescue her and she then helps you, until after the final bossfight.

Patty is an interesting character because for quite some time, I had no idea that she would turn out to be a companion rather than eye candy; and strong woman who was cheeky and flirtatious without appearing easy or needy of the hero.

Since I started writing this post, Risen 2 was published, but I haven’t yet played it. So I might soon continue telling Patty’s story from my feminist gamer’s perspective. As of now, I am quite hopeful – but it wouldn’t be the first time that a strong female character was twisted into a mere shadow of her former self in a sequel. Yes, I’m looking at you Isabela.

Gender Swaps Revisited (Links)

Here are some links in addition to those in my original post on gender swaps:

Hope you enjoy!

I May Freeze To Death, But At Least I Will Die Sexy

The following ad for “Last Chaos” popped up from some game site. Now, I do not know anything about the game (and don’t care much, either), but the images caught my eye, after reading various posts about the depiction of male and female characters in games recently.

The Titan character is one of the few examples of male characters without full plate armor, the rogue (Schurkin) one of the few of females with full (leather in this case) armor. [Note: The image is photoshopped to see both characters without the icy layer, which disappears on mouse-over.] Yes, the second one, the Knight, as well as the third, the Mage and the last, the Healer characters are pretty stereotypical again, but it was enough to screencap it and post it now.

Screenshot of character classes in Last Chaos, showing one male in full armor, one male with exposed abs and legs. One female character wears a full light armor, two are scantily clad in typical Mage or Healer fashion..
"You can do it, oh no you can't." (Devs create characters with sensible armor.)

However, seeing that this world seems to be covered in ice and the heading reads “Survive the icy times”, I don’t see much of a chance of survival for any of them if they don’t have a warm coat and thick fur boots ready somewhere.

I fondly remember Robinson’s Requiem and The Dark Eye/Realms of Arkania, where your characters would die quickly without the proper equipment. Mind you, I wasn’t so fond of this when they died the first time. 😉

So, as I said elsewhere recently, I either want all characters to wear silly armor that exposes their vital organs while emphasizing their assets, or the laws of physics (however exotic they may be in fantasy/sci-fi worlds) to apply to all sexes equally – and that means they should cover up for protection from the weather as well as their enemies’ steel.